Gemeinschaftspraxis
dr. Balaicza und dr. Tamasi
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Orthomolekulare Medizin

In der orthomolekuaren Medizin werden Substanzen wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren oder Fettsäuren eingesetzt, um die Gesundheit zu erhalten oder Erkrankungen zu lindern. Orthomolekular kommt aus dem Griechischen: orthos = richtig, Molekül = kleine chemische Verbindung, molekular = die Moleküle betreffend.

Die Nobelpreisträger, der amerikanische Linus Pauling und der ungarische Albert Szentgyörgyi waren der Überzeugung, dass die Einnahme grosser Mengen an Vitaminen Krankheiten verhüten oder sogar heilen konnte. Täglich nahm zB. Linus Pauling grosse Mengen an Vitamin C, Vitamin E und Vitamin A ein - er wurde 94 Jahre alt.

 


Die orthomolekulare Medizin geht davon aus, dass Krankheiten ein biochemisches Ungleichgewicht im Organismus bewirken. Die gezielte Zufuhr von Vitalstoffen soll diese Dysbalance ausgleichen und somit zur Heilung führen. In der ortomolekularen Medizin werden die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren "Nährstoffe" genannt. Diese Stoffe sind unabdingbar für die Erhaltung der Gesundheit. Zum Teil werden sie mit der Nahrung aufgenommen oder auch - teilweise - vom Körper selbst hergestellt.
Viele Beschwerden sind auf einen Mangel dieser Stoffe zurückzuführen. Der Bedarf ist jedoch individuell sehr verschieden, so dass Menschen, trotz einer gesunden Ernährung, zu wenig "Nährstoffe" aufnehmen und deshalb erkranken.


Ein Mangel an den in der orthomolekularen Medizin wichtigen Nährstoffen kann viele Gründe haben:


* Mangelnde Ernährung.
* Einseitige oder ungesunde Ernährung.
* Konservierte und verfremdete Nahrungsmittel, deren Nährstoffanteil durch die Verarbeitung sinkt.
* Nährstoffverlust in den Nahrungmitteln durch langen Transport, falsche Lagerung oder ungünstige Zubereitung.
* Eine Steigerung des Nährstoffbedarfs durch die "moderne" Lebensweise, die mit Stress, Hektik sowie dem übermässigen Genuss von Alkohol, Nikotin und Kaffee verbunden ist.
* Erhöhter Bedarf an Nährstoffen in Zeiten erhöhter Belastung, zum Beispiel während einer
Wachstumsphase, einer Krankheit oder in der Genesungszeit.
* Umweltbelastungen.


Wieviel und welche Vitaminen braucht man?
Der Mangel, der mehrfach erwähnten "Nährstoffe", wird in der orthomolekularen Medizin ausgeglichen, indem auf eine gesteigerte Zufuhr dieser Substanzen geachtet wird.
Der Arzt, der die orthomolekulare Medizin praktiziert, lässt sich in der Anamnese die Beschwerden der Patienten genauestens schildern und kann so aus den Symptomen auf einen eventuellen Nährstoffmangel schliessen. Wenn man ganz genau erfahren möchte, was fehlt, dann kann man spezielle Untersuchungen auch machen lassen. Zur Sicherheit kann der Therapeut auch Körperzellen und - flüssigkeiten (Haare, Urin oder Blut) auf ihren Nährstoffgehalt untersuchen lassen.
Wenn Gewissheit vorliegt, gibt der Therapeut dem Patienten Hinweise und Ratschläge, wie er durch eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten die Zufuhr der fehlenden Nährstoffe steigern kann.
In der Regel werden auch nährstoffhaltige Medikamente zum Einnehmen oder Vitamininfusionen bzw. Spritzen verschrieben.


Wann ist es besonders zu empfehlen?

Die erhöhte Zufuhr der fehlenden Substanzen soll den Mangel ausgleichen und die angeblich daraus resultierenden Krankheiten heilen. Außerdem wird der Therapie eine präventive Wirkung zugeschrieben.  Die orthomolekulare Medizin wird bei der Behandlung von Krankheiten, vor allem aber zur Vorbeugung und zur Erhaltung der Gesundheit eingesetzt. Beispiele sind:
* Verschiedene Vitamine zur Vorbeugung von Krebs oder zur Leistungssteigerung
* Magnesium, Zink, Selen und Vitamine (Luthein, Beta-Carotin, B-Vitaminen…) zur Vorbeugung von Sehstörungen
* Omega-6-Fettsäuren und L-Carnitin zur Vorbeugung von Durchblutungstörungen und zur Normalisierung der hohen Blutfettwerten
* Vitamin Q10 und Q1 bei Müdigkeit, Herz-Kreislaufstörungen, Gedächtnissschwäche, Leberkrankheiten, Muskelschwäche und beim Sport
* Magnesium gegen Wadenkrämpfe und Herzrhythmusstörungen
* Chrom, Zink und Mangan bei Schwankungen des Zuckerstoffwechsels
* Vitamin C und schwefelhaltige Aminosäuren bei einer Nickelallergie
* Zink und Vitamin C zur Förderung der Wundheilung
* Vitamin E, A, C, Zinc und Selen: zur Förderung der Zellregeneration, zur Untestützung des Immunsystems, zum Aderschutz…

Es hat sich herausgestellt, dass viele Menschen mit seelischen Problemen oder gar unter Geisteskrankheiten leiden, einen Nährstoffmangel haben. Bei der Behandlung dieser Erkrankungen wird eine grosse Hoffnung auf die orthomolekulare Medizin gesetzt.


Kontraindikationen
Die Einnahme von hohen Dosen an Vitaminen kann in seltenen Fällen zu einer Überdosierung und zu Vergiftungserscheinungen führen.
Über die Möglichkeit, einer eventuelle Schädigung des Organismus durch die jahrelange Einnahme von grossen Mengen Nährstoffen, liegen bis heute keine ausreichenden, wissenschaftlichen Erkenntnisse vor.

 

 




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