Auf die Auswirkung des pulsierenden Magnetfeldes beschleunigt sich der Stoffwechsel der Zellen, ihr Energieniveau steigt an, die Schmerzschwelle erhöht sich, die Immunaktivität nimmt zu und die Regeneration der Knorpelzellen beginnt. Dank dessen kann die Methode nicht nur mit dem Ziel der Gesundheitsbewahrung und Regeneration angewandt werden, sie kann auch erfolgreich bei der Behandlung gewisser Krankheiten eingesetzt werden.
Welche Anwendungsgebiete gibt es für die Magnettherapie? Diese Methode kann bei Kreislaufstörungen, chronischen Kopfschmerzen und bei Beschwerden und Entzündung der Gelenke angewandt werden. Hilfreich ist sie auch im Falle von Verdauungsbeschwerden und gynäkologischen Problemen, bei Stoffwechselstörungen und extremer Erschöpfung.
"Die Magnetenergie ist Lebensenergie, von welcher alles Leben des Organismus abhängt”. (Heisenberg, Nobelpreisträger für Physik)
Das Magnetfeld ist ein Kraftfeld, das auf die im Körper vorhandenen elektrische geladenen Teilchen (Ionen) wirkt. Auch die Erde ist ein großer Magnet, der ständig auf unseren Körper einwirkt.
Das Wissen um die Heilkraft von Magneten ist schon sehr alt. Benutzte man im Altertum noch Magnetsteine ohne ihre Wirkungsweise zu durchschauen, so versteht man heute unter Magnetfeldtherapie die Anwendung von pulsierenden elektromagnetischen Feldern oder auch statischen Magnetfeldern. Auch im traditionellen China widmeten Heilkundige sich dem Bereich der Magnettherapie. Hierbei ging man von der Akupunktur aus und setzte neben feinen Nadeln auch kleine aber starke Magneten ein, um die Wirkungen auf bestimmte Akupunkturpunkte noch zu verstärken und die fließenden Energieströme stärker beeinflussen zu können.
Wirkung der Magnefeldbehandlung
>>Kranke Zellen weisen gegenüber gesunden eine verminderte Spannung auf. Durch die Magnetfeldtherapie wird die Spannung der Zellen wieder erhöht, dadurch wird die Durchblutung angeregt und vermehrt Sauerstoff vom Blut an die Zellen abgegeben. So werden die Zellen revitalisiert, was manche Heilungsprozesse beschleunigen und die Abwehrkräfte steigern kann.
>>Darüber hinaus wirken Magnetfelder auf einen Teil des vegetativen Nervensystems, das die Funktionen der inneren Organe lenkt. Die Magnetfeldtherapie wirkt entspannend, und erhöht die Reizschwelle der Schmerzwahrnehmung. Dadurch werden Schmerzen erst später wahrgenommen, was den Einsatz der Magnetfeldtherapie in der Schmerztherapie erklärt.
Nicht magnetisches Material wie etwa die Kleidung wird vom Magnetfeld mit nur geringem Energieverlust durchdrungen. In der Mitte der Spule hat das Magnetfeld seine größte Stärke, weshalb einige Geräte für die Magnetfeldtherapie röhrenförmig sind. Der zu behandelnde Mensch (oder auch das Tier) liegt innerhalb der Röhre.
Anwendungsgebiete
>>Schmerztherapie: Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Zahnschmerzen …
>>Gelenkprobleme: Arthritis, chronische Gelenkentzündungen, Cervikalsyndrom, Muskelentzündung, Osteoporose, Rheuma, Hüftgelenkprothesenlockerung, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Knochenheilung
>>Durchblutungsstörungen: Arterienverkalkung, Raynod-Krankheit…
>>Menstruationsbeschwerden: Krämpfe, Unregelmässigkeit…
>>Tinnitus (Ohrensausen)
>>Wundheilungsstörung
>>Erschöpfung, Übermüdung, Schlafstörungen
>>Depressionen, Apathie
Behandlung
In der Magnetfeldtherapie werden zur Behandlung Magnetspulen, Magnetfeldgeräte, Magnetkissen, Magnetfolien, Magnetstäbe und andere magnetische Gegenstände eingesetzt. Das Magnetfeld selbst ist nicht spürbar, durch die Anregung der Durchblutung kann jedoch ein Kribbeln, Wärmegefühl oder Herzklopfen auftreten.
Ganzkörperbehandlungen mit Geräten, die ein pulsierendes Magnetfeld erzeugen, dauern meist zwischen 8 und 30 Minuten und können auch mehrmals pro Tag durchgeführt werden. Sie sollten allerdings insgesamt nicht länger als eine Stunde täglich eingesetzt werden. Bei lokalen Schmerzen werden auch ein- bis dreimal täglich 10 bis 24 Minuten lang Kissen oder Magnetstäbe verwendet. Lokale Anwendungen können ergänzend zur Ganzkörperbehandlung erfolgen.
Um Erfolg zu haben, muss die Therapie konsequent und regelmäßig durchgeführt werden. Unterbrechungen - etwa für einen Urlaub - sollten erst nach frühestens sechs Wochen stattfinden, da der Körper eine Zeit braucht, um sich auf das Magnetfeld einzustellen.
Achtung! Ein Wetterumschwung kann das Magnetfeld beeinflussen und lässt manchmal auch den Therapieerfolg schwanken. Die Wirkung der Magnetfeldtherapie ist darüber hinaus von der Reaktionsfähigkeit des Körpers der behandelten Person abhängig. Ältere Menschen reagieren langsamer auf die Magnetfeldtherapie als junge. Darüber hinaus spielen Faktoren wie die Ernährung und der Energie-, Wasser- und Basenhaushalt des Körpers eine Rolle. Je länger eine Krankheit bereits andauert, desto länger wird auch meistens der Erfolg der Magnetfeldtherapie auf sich warten lassen.
Risiken und Gefahren
Die Magnetfeldtherapie zeigt keine schädlichen Nebenwirkungen. Trotzdem gibt es Fälle, bei denen die Magnetfeldtherapie nicht oder nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden darf. Menschen mit elektrischen Implantaten wie Herzschrittmacher dürfen nicht mit Magnetfeldtherapie behandelt werden!
>>Bei Epilepsie kann durch die Beeinflussung der Reizschwelle im Gehirn ein Anfall ausgelöst werden.
>>Nach Organtransplantationen (Herztransplantation, Lebertransplantation, Lungentransplantation, Nierentransplantation) muss das Immunsystem unterdrückt werden, um eine Abstoßung des Organs zu verhindern. Die immunstärkende Wirkung der Magnetfeldtherapie kann die Wirkung der Medikamente aufheben.
>>Bei Schilddrüsenüberfunktion, Herzrhythmusstörungen, der Einnahme blutverdünnender Medikamente und Fieber ist ebenfalls Vorsicht geboten.
>>Schwangere Frauen sollten keine Magnetfeldtherapie machen, da die Auswirkungen auf ungeborene Kinder noch nicht ausreichend erforscht sind.
>>Durch die gesteigerte Durchblutung infolge der Therapie können einzelne Medikamente stärker wirken. Eine neue Dosierung darf allerdings auf keinen Fall ohne ärztliche Anweisung vorgenommen werden.
>>Menschen mit niedrigem Blutdruck reagieren auf die Therapie in der Anfangsphase manchmal mit Schwindelgefühl.
>>Sensible Menschen können Erstreaktionen - eine vorübergehende Verschlimmerung der Symptome - verspüren, die zeigen, dass der Körper auf die Behandlung anspricht. Sie treten entweder nur nach der ersten Behandlung auf oder verschwinden nach zwei bis sechs Wochen wieder. Diese Reaktion kann durch das "Einschleichen" - die langsame Steigerung der magnetischen Dosis - reduziert oder umgangen werden.
>>Je älter eine Person ist, desto schwächer sollte auch das Magnetfeld sein, mit dem behandelt wird.
>>Männer vertragen höhere Dosierungen meist besser als Frauen.
>>Kinder im Alter bis zu drei Jahren werden mit einem Drittel, ältere Kinder mit der Hälfte der Dosis für Erwachsene behandelt.
>>Da die Magnetfelder auch die Magnetstreifen auf Bankomat- und Kreditkarten löschen können, sollten diese vor der Behandlung in sichere Entfernung vom Therapiegerät gebracht werden.


