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Mit »Säure-Basen-Haushalt« werden physiologische Regelmechanismen bezeichnet, die alle Stoffwechselvorgänge im Körper im Gleichgewicht zwischen sauer und alkalisch reagierenden Stoffen (Basen) im Blut halten. Ist dieses Gleichgewicht beispielsweise durch eine Übersäuerung (Azidose) bei entgleisten Zuckererkrankungen oder chronischen Nierenerkrankungen gestört, werden wichtige Stoffwechselvorgänge im Körper lebensbedrohlich gestört. Doch auch falsche Ernährung kann zu Übersäuerung führen.
Langsamer Prozess
Die Übersäuerung des Körpers entwickelt sich über einen langen Zeitraum. Meist vergehen viele Jahre, bis der Körper entsprechende Symptome aufzeigt. Aufgrund der jahrelangen Säurezufuhr reicht dann eine basenüberschüssige Ernährung alleine nicht aus, um die eingelagerten Schlacken im Organismus zu beseitigen.
Den heutigen Lebensmitteln fehlt die Nährstoffdichte die notwendig wäre, um zum einen die tägliche Säurezufuhr abzupuffern und zum anderen die belastenden Stoffwechselschlacken aus dem Bindegewebe auszuschwemmen. Die täglich anfallenden Säuren muss der Körper mit basischen Mineralstoffen binden und neutralisieren, um sie ausscheiden zu können. Werden mit der Nahrung nicht genügend natürliche Mineralstoffe zugeführt, bedient sich der Körper aus seinen Reserven wie beispielsweise den Fingernägeln, Haarboden, Knochen oder Zähnen. Dadurch werden der Körper und die Knochen entmineralisiert, das Osteoporose-Risiko steigt. Anzeichen wie beispielsweise Müdigkeit, Kopfweh, Migräne, Haarausfall, brüchige Fingernägel oder Rückenbeschwerden, Gelenkschmerzen/Entzündungen, wiederkehrende Pilzinfektionen, Allergie, Ekzeme können auf eine Übersäuerung des Körpers hindeuten.
Ohne Mineralstoffe schwinden die Selbstheilungskräfte
Der menschliche Körper besteht aus über 100 Billionen Zellen, aus denen sich die einzelnen Gewebe, Organe etc. bilden. Bei andauernden, chronischen Beschwerden liegt die Übersäuerung auch innerhalb der Zellen vor. Der Calcium-Experte, Dr. Carl J. Reich erforschte in den 80er Jahren die Zusammenhänge zwischen pH-Werten und Krankheiten. Er fand heraus, dass MonoCalcium-Orthophosphat ein Bestandteil der extrazellulären Flüssigkeit ist. Bei gesunden Menschen weist diese Flüssigkeit einen leicht basischen Wert von etwa 7,4 auf. Dieser pH-Wert ist die Voraussetzung für ein ausreichendes Zellwachstum und eine gesunde Zellfunktion. Er garantiert einen gesunden Aufbau der DNS und hält die Selbstheilungskräfte des Körpers aufrecht. Calcium-Ionen haben einen direkten Einfluss auf das MonoCalcium-Orthophosphat, da sie ein Bestandteil dessen sind. Fehlendes Calcium führt dazu, dass der pH-Wert in der extrazellulären Flüssigkeit sinkt und das Milieu sauer wird. Das bedeutet, dass die pH-Werte der intrazellulären und extrazellulären Flüssigkeit gesteuert werden können. Ein Austausch der beiden Flüssigkeiten erfolgt über die Kanäle der Zellmembranen. Nährstoffe wie Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente etc. werden der Zelle über die geöffneten Kanäle zugeführt. Dadurch steigt der pH-Wert der intrazellulären Flüssigkeit - vor allem durch die einströmenden Calcium-Ionen - auf einen pH-Wert von 7,4 und damit in den basischen Bereich. Wenn die Zelle ausreichend versorgt ist, schließen sich die Kanäle und die Nährstoffe im Inneren der Zelle werden verarbeitet. Durch den Verarbeitungsprozess der Nährstoffe (auch Stoffwechselvorgang genannt) entstehen saure Stoffwechselendprodukte, die das ehemals basische Milieu wieder sauer machen. Dadurch entwickelt sich ein Unterschied zwischen dem pH-Wert der intrazellulären und der extrazellulären Flüssigkeit. Liegt der Unterschied der pH-Werte oberhalb von 0,2 öffnen sich die Zellmembran-Kanäle und es wird wieder Calcium aufgenommen, bis ein Wert von 7,4 erreicht ist. Dieser Zyklus wiederholt sich unaufhörlich. Sinkt der pH-Wert der extrazellulären Flüssigkeiten auf pH-Wert 6,5, so sinkt automatisch der Wert innerhalb der Zellen auf 6,3, damit der Impuls für das Öffnen der Kanäle in der Zellmembran ausgelöst wird. Erst bei diesem Spannungsunterschied können die Nähr- und Mineralstoffe die Zellmembran wieder passieren.
Die Ursachen einer Übersäuerung
Die Übersäuerung des Körpers wird - neben dem täglichen Gebrauch von Leitungswasser, das leider keine basischen Werte mehr aufweist - maßgeblich durch den Verzehr säurebildender Nahrungsmittel und falscher Lebensweisen beschleunigt. Hierzu zählen:
-tierische Eiweiße wie: Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Milch sowie sämtlichen Milchprodukte
-Weißmehlprodukte und Süßspeisen
-kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Cola, süße Getränke, Kaffee, Alkohol, Nikotin
-Zusätze in den Nahrungsmitteln wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker wie Glutamat oder Süßstoffe wie Aspartam
-Zahngifte wie Quecksilber, Palladium etc.
-übertriebener Sport
-Stress, Angst, negative Gedanken
Außerdem fehlt den von der Übersäuerung betroffenen Menschen eine ausreichende Menge an:
-basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln, Obst, Salate
-stillem Wasser, hochwertiges Quellwasser. Bekannte stille Wässer sind nach unseren neuesten Erkenntnissen ebenfalls sauer. Überprüfen Sie Ihr stilles Wasser mittels eines ph-Teststreifens.
-Schlaf, Ruhe, Ausgeglichenheit und positiven Gedanken
-Bewegung
Überprüfen Sie Ihren Säure Basen Haushalt!
Der Säuregrad des Körpers kann mit Hilfe eines pH Teststreifens über den Urin gemessen werden. Der pH-Wert eines relativ gesunden Menschen ist in der Regel morgens leicht sauer (pH-Wert 6,5 bis 6,8), zum Mittag hin wird er neutral (pH-Wert 7) und abends sollte er leicht basisch sein (pH-Wert über 7). Die BETA-Test (Bioelektronische Terrainanalyse) ist eine viel bessere und zuverlässigere Untersuchung. Hier wird aus Speichel, Urin und Blut pH gemessen.
Was ist zu tun bei Übersäuerung?
Eine Übersäuerung des Organismus führt zum Ungleichgewicht des Säure Basen Haushaltes. Deshalb hat der Ausgleich dieses wichtigen Regulationsinstrumentes Priorität zum Erhalt von Wohlbefinden und Gesundheit. Je intensiver der Körper basisch unterstützt wird, desto schneller wird sich das innere Befinden und das Aussehen verbessern.
1. Für die ideale Ernährung müssten die Mahlzeiten zu 80% basisch sein. Die heutigen Ernährungsgewohnheiten sind aber meist genau entgegengesetzt.
2. Bereits abgelagerte Schlacken lassen sich durch spezielle Basenpräparate neutralisieren,
3. gute Salzbäder,
4. reichlich gutes und energiereiches Wasser sowie
5. viel Bewegung an der frischen Luft zur Ausscheidung steigern das Wohlbefinden.
6. Die Entschlackungskuren und
7. die regelmässige Sauna beschleunigen die Ausscheidung von den Säuren.
8. Spezielle Kräutertees und gutes Wasser lösen die im Körper in den Schlacken abgelagerten Giftstoffe wieder.
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